Klinker oder Granit in NSV?

Unterschiede im Bodenbelag bei
Ratsbegehren und Bürgerbegehren:

Wie Sie unten sehen können plant das Ratsbegehren den Granit für Geh- und Fahrbereiche in gleicher Stärke. Das war von Anfang an ein Punkt, den wir nicht nachvollziehen konnten und immer noch nicht können. Wieso brauchen wir im komletten Gehwegbereich 14 cm starke Granitplatten? Weshalb wird der Gehweg mit einer Belastungsklasse 1,8 berechnet? Diese kann sogar ein mittleres Aufkommen an Schwerlastverkehr tragen!

Das Bürgerbegehren steht für Klinker in einer Stärke, die der Belastung angepasst ist. Und das sind 7,1 cm, genau so wie er in ganz Landshut verbaut ist.

Das Bürgerbegehren steht somit für Einsparung von Steuergeldern, die an anderer Stelle sinnvoll investiert werden könnten.

Belastungsklasse 1,8 steht für Tragfähigkeit von bis zu 65 Bussen pro Tag. Auf unserem Gehweg in Neumarkt-St. Veit?
Belastungsklasse 1,0 trägt immer noch niedriges Schwerlastaufkommen und kann auch mit Klinker unter 10 cm erreicht werden.

Die Fahrfläche, die nach dem Ratsbegehren mit Granit belegt werden soll ist der Johannesplatz. Das Bürgerbegehren möchte hier das Bestandsmaterial wieder einbauen! Alles andere ist Luxussanierung durch Förderwahn und nicht nur heutzutage nicht angebracht!

Roter Klinker - es gibt viele Gründe!

  • Die Kosten:
    Pro Quadratmeter kostet der Klinker lediglich einen Bruchteil des faden, gelblich-grauen Granits. So können bei einem Erfolg des Bürgerbegehrens eine sechsstellige Summe eingespart werden!


  • Die Herkunft:
    Der rote Klinker wird regional hergestellt. Marklkofen befindet sich lediglich einige Kilometer von uns entfernt. Da es bei Granit erhebliche Preisunterschiede gibt, wird er meistens aus China bezogen. Laut der Vergabeordnung §7 darf bei Ausschreibungen keine Herkunft vorgeschrieben werden. Da das kostengünstigste Angebot ausgewählt werden muss, würde unser Stadtplatz höchstwahrscheinlich mit Granit aus China belegt werden, genau wie es in Neuötting passiert ist!


  • Die Farbe macht den Unterschied:
    Überall werden nun die Ortszentren mit teurem Granit gepflastert. Überall? Nein, entlang der ehemaligen Salzstraße finden sich noch einige wenige Städte, in denen man mit dem roten Klinker einen Farbtupfer findet. Landshut behält ihn, Mühldorf behält ihn, wieso nur möchten die Entscheidungsträger in Neumarkt-Sankt Veit unbedingt dieses Charakteristikum zerstören? Kann es mit dem Einfluss von Architekten zu tun haben, deren Bezahlung 17% von den Nettobaukosten beträgt? Mehr Geld ausgeben für den Bodenbelag - mehr Honorar? Wer könnte es verübeln?


  • Behutsamer Umgang mit historischem Erbe:
    Neumarkt-Sankt Veit wirbt mit dem Schlagwort "Historischer Stadtplatz". Wenn aber nun jede Generation das verwirft, was ihre Eltern und Großeltern erschaffen haben, wie soll dann jemals wieder etwas historisch werden? Bürgermeister und Stadtrat behaupten plakativ: "Der rote Klinker ist nicht historisch und daher abzulehnen!" Hierzu eine Gegenfrage: Wäre mit dieser Argumentation der gelblich-graue Granit nicht ebenfalls abzulehnen?
    Der rote Klinker kann sehr wohl historisch sein, ein Gegenbeweis wurde nie erbracht! In Wasserburg, Mühldorf, Neuötting und weiteren Städten unserer Umgebung liegen Klinkerplatten aus dem 19. Jahrhundert. Wie wahrscheinlich ist es, dass in Neumarkt, das in derselben Lehmgegend liegt, bei der Sanierung um 1895 herum ein anderes Material verbaut war? Unser Stadtarchiv ist (Stand April 2021) nun seit über einem Jahr nicht für uns zugänglich.


Deshalb bitten wir Sie um Ihre 3 Stimmen
Zweimal JA zum Bürgerbegehren und
Einmal NEIN zum Ratsbegehren!